Die Dampflok

5621

Die Dampflok 5621, welche seit 1978 im Besitz des GAR ist, wurde 1943 unter der Betriebsnummer 52 3504 an die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft geliefert und am 30. Juli 1943 im RAW München-Freimann endabgenommen. Als Hersteller der Lok zeichnete sich die Firma Krauss-Maffei in München-Allach verantwortlich. Die Lok trägt die Fabrikationsnummer 16630. Bei ihrer Ablieferung war die Lok mit einem Kessel der Maschinenfabrik Esslingen (Fabriknummer 4679) ausgerüstet  und mit einem Wannentender der Eisenwerke Kaiserslautern (Fabriknummer 213) gekuppelt. Das erste Heimatbetriebswerk war die Zugförderungsstelle Selzthal, wo die Lok vom 7.August 1943 bis zum 20. Februar 1948 verblieb. Nach einer Ausbesserung in der Hauptwerkstätte Linz, welche sich vom 21.Februar bis zum 9.Juli 1948 erstreckte, kam die Lok zur Zugförderungsstelle Linz, wo sie bis zum 14.Februar 1952 ihren Dienst versah. Ihre nachfolgenden Heimatdienststellen waren, in chronologischer Reihenfolge, Graz, Villach, Wien Franz-Joseph Bahnhof, Strasshof, Mürzzuschlag, wieder Strasshof ehe die Lok am 1.Juni 1973 zur ZFL Wien Ost kam, wo sie 31. Dezember 1974 aus dem aktiven Betriebsdienst ausschied.

Die Lok wurde anschließend kalt abgestellt, ehe sie nach ihrem Verkauf an den GAR am 9.Oktober 1978 ins Bahnbetriebswerk Luxemburg überführt wurde. Nach einigen Instandhaltungsarbeiten durch Mitglieder des GAR kam die 5621 wie sie nun hieß (als logische Fortsetzung der CFL Baureihe 56), anschließend zum Chemin de Fer des Trois Vallées in Mariembourg (Belgien), wo die Lok nach langer Zeit wieder unter eigener Kraft fahren konnte. Ein Einsatz in Luxemburg war zu jener Zeit undenkbar, da hier, wie auch in Deutschland, ein striktes Dampfverbot herrschte. Der Aufenthalt der Lok dauerte vom 6.September 1980 bis April 1981.

Anschließend war die Lok aus denselben Gründen von Mai 1982 bis Oktober1984 bei der Merzig-Büschheimer Eisenbahn im Saarland im Einsatz, wobei sie vom Personal des GAR betreut wurde. Schlussendlich wurde die Lok im Oktober 1984 nach Luxemburg rücküberführt da die Revisionsfristen abgelaufen waren und ist seither im BW Luxemburg kalt abgestellt. Eine Wiederinbetriebnahme der Lok ist auch in absehbarer Zukunft nicht vorgesehen.

Es bleibt noch zu erwähnen, dass die Lok während ihrer aktiven Laufbahn 7 verschiedene Kessel besaß. Am 10. Juni 1974 wurde die Lok mit dem Kessel No.16219, gebaut 1943 von der Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf, zuletzt  der 52 1591 gehörend, ausgerüstet. Der Wannentender welcher gegenwärtig zur 5621 gehört, stammt ursprünglich von Lok 42 2517 und wurde 1944 von den RAX-Werken gebaut.

 

AKTUELLES

Die Dampflok ist im Jahre 2004 in den Besitz des Luxemburger Staates (Kultusministerium) übergegangen welche anschliessend die Betreuung der Gesellschaft "1604 CLASSICS asbl" (= Staat + 5519asbl + GARasbl) übergeben hat.